Einführung eines neuen Umlageverfahrens stärkt Pflege-Ausbildung: LASV verschickt Bescheide

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Mit der Reform der Pflegeberufe werden die drei bisher getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ab dem Jahr 2020 zu einer dreijährigen generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt. Der erfolgreiche Abschluss mit der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann befähigt zum Einsatz in allen Versorgungsbereichen der Pflege. Der Abschluss ist europaweit anerkannt. 

Um die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern und mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, werden die Kosten der Pflege-Ausbildung zukünftig gerechter verteilt. Mit der Reform der Pflegeberufe werden sich ab dem Jahr 2020 alle Krankenhäuser sowie alle ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie das Land und die Pflegeversicherung an den Kosten der Ausbildung beteiligen und in einen sogenannten Ausgleichsfonds einzahlen. Daraus werden dann die praktische und theoretische Ausbildung sowie die Kosten für die Ausbildungsvergütung finanziert. Bisher mussten nur die Pflegeeinrichtungen, die selbst ausbilden, sowie das Land und die Pflegeversicherung die Kosten dafür tragen.

Dieser Ausgleichsfonds ist für das Land Brandenburg beim LASV eingerichtet. Unsere Behörde ist für das landesweite Umlageverfahren zuständig. In diesen Tagen verschicken wir die Bescheide zum Umlagebetrag an alle Pflegeeinrichtungen – das sind insgesamt rund 1.400 Briefe. Die Krankenhäuser erhalten ihre Umlagebescheide bis zum Ende dieses Jahres. Die Einzahlung der Umlagebeträge in den Ausbildungsfonds beginnt ab April 2020.

Alle vollstationären, teilstationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, die private und soziale Pflegeversicherung sowie das Land leisten nach einem im Pflegeberufe-Gesetz festgelegten prozentualen Schlüssel ihren Betrag zur Finanzierung der Pflegeausbildung.

Zur Ermittlung der jeweiligen Betragshöhe der einzelnen Einrichtung haben wir in den vergangenen Wochen die notwendigen Daten für die Berechnung der Umlagebeträge erhoben und für jede Pflegeeinrichtung den zu entrichtenden Umlagebetrag errechnet.

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