02.02.2021

LASV: hohe Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Menschen

© Clipdealer.de - phovoir
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Noch in dieser Legislaturperiode möchte das Kabinett der Landesregierung Brandenburg eine Initiative zur Steigerung der Beschäftigungsquote von schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen in der Landesverwaltung entwickeln und starten. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) begrüßt dieses Vorhaben. Die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Menschen liegt in unserer Behörde deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Sollwert.

Gemäß § 154 SGB IX besteht die gesetzliche Verpflichtung, dass private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen auf wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen sollen. Auf Basis der vorliegenden Angaben, liegt die Beschäftigungsquote von (schwer-)behinderten Menschen im LASV bei insgesamt 15,27 Prozent (Stand: 31.12.2020).

Zum Vergleich Zahlen für das Land Brandenburg: In den Jahren 2018 und 2019 waren in der Landesverwaltung 2.990 bzw. 3.029 von insgesamt 51.987 bzw. 52.146 Stellen mit schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen besetzt. Das entsprach einer Quote von 5,75 Prozent im Jahr 2018 und 5,8 Prozent im Jahr 2019. Die Zahlen gehen aus einer aktuellen Übersicht des Sozialministeriums hervor.

Zum Hintergrund:

Beschäftigten steht es grundsätzlich frei, ob sie den Arbeitgeber über eine vorliegende (Schwer-)Behinderung in Kenntnis setzen wollen oder nicht. Schwerbehindert sind Personen, die mindestens einen Grad der Behinderung von 50 haben. Behinderte Menschen mit einem festgestellten Grad von weniger als 50, aber mindestens 30 können bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen gleichgestellt werden.

Arbeitgeber, die die gesetzliche Quote von fünf Prozent nicht erfüllen, müssen für jeden unbesetzten Pflichtplatz eine monatliche Ausgleichsabgabe zahlen. Mit diesen Einnahmen werden wiederum Betriebe bei der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung oder der Einrichtung von behindertengerechten Arbeitsplätzen unterstützt. Das im LASV ansässige Integrationsamt, nach SGB IX u. a. zuständig für die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe, konnte im Jahr 2020 insgesamt 31 Inklusionsbetriebe in Brandenburg fördern. Zusätzlich erhielten 990 Arbeitgeber durch das Integrationsamt einen Zuschuss.

Datum
02.02.2021
Rubrik
Allgemeines
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