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24.09.2021

Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

© BGStock72 | stock.adobe.com
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Brandenburg will die Chancen für Menschen mit Behinderungen auf Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter verbessern. Insbesondere sollen Beschäftigte, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten, bei der beruflichen Teilhabe und beim Übergang in reguläre Arbeitsverhältnisse weiterhin besonders unterstützt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben heute, am 23. September 2021 Sozialministerin Ursula Nonnemacher, Liane Klocek, Präsidentin des Landesamtes für Soziales und Versorgung (LASV), Roland Seeger, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Brandenburg e.V., und Frank-Michael Würdisch, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Brandenburg e.V., eine bestehende Kooperationsvereinbarung ergänzt und bis Ende 2022 verlängert.

In Brandenburg gibt es 28 anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen, in denen rund 11.500 Menschen mit Behinderungen arbeiten. Alle Werkstätten sind Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Brandenburg (LAG WfbM). Jährlich wechseln rund 20 bis 25 Werkstattbeschäftigte in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigtenverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Circa 380 Werkstattbeschäftigte sind auf sogenannten ausgelagerten Arbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig, 30 Menschen mit Behinderung haben sich für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Budget für Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt entschieden, anstatt in einer Werkstatt zu arbeiten.

Mit der Kooperationsvereinbarung – eine Maßnahme des „Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets 2.0“ der Landesregierung – sollen die beruflichen Teilhabeangebote für Menschen mit Behinderungen erweitert werden. So sollen Werkstattbeschäftigte mehr Möglichkeiten erhalten, sich für betriebsnahe Alternativen wie zum Beispiel Außenarbeitsplätze, betriebliche Praktika, dauerhaft ausgelagerte Arbeitsplätze bis hin zum schrittweisen Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entscheiden zu können.

Die im Jahr 2017 geschlossene und nun erneuerte Vereinbarung wurde zudem um neue Maßnahmen ergänzt. So verpflichten sich die Kooperationspartner zum Beispiel, unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Netzwerkpartner zusätzliche private und öffentliche Arbeitgeber für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu gewinnen. WfbM-Träger, die einen Inklusionsbetrieb ausgründen wollen, sollen zudem vom Integrationsamt beim LASV unterstützt werden. Für den Übergang aus einer Werkstatt in den regulären Arbeitsmarkt soll ein Verfahren entwickelt werden, das mit den zuständigen Rehabilitationsträgern abgestimmt wird. In den Werkstätten sollen außerdem separate Übergangsbereiche geschaffen werden, in denen Job-Coaches Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den regulären Arbeitsmarkt wechseln wollen, in speziellen Kursen gezielt auf diesen Schritt vorbereiten.
Die neue Kooperationsvereinbarung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2022.

Datum
24.09.2021
Rubrik
Allgemeines
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