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25.11.2021

Beratung des LASV mit den Verbänden von Menschen mit Behinderung und den Sozialverbänden

Auf Einladung des Landesamtes für Soziales und Versorgung (LASV) kamen am 12. November 2021 im Potsdamer Landtag die Brandenburger Verbände der Menschen mit Behinderungen und die Sozialverbände unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen zusammen. Mit Grußworten eröffnete die Sozialministerin Ursula Nonnemacher die Veranstaltung.

Die Präsidentin des LASV, Liane Klocek, erklärt: „Die jährlich vom LASV veranstaltete Verbändeberatung hat eine tiefgreifende Tradition. Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Behinderten- und Sozialverbände suchen wir anhand aktueller Entwicklungen und Problemlagen von Menschen mit Behinderungen gemeinschaftlich nach langfristigen und praktikablen Lösungen.“

Die Vortragsreihe wurde mit dem Thema „Das Bundesteilhabegesetz – Aktueller Umsetzungsstand im Land Brandenburg“ durch Frau Gubanow vom LASV eröffnet. Eine grundsätzliche Anpassung an die Regelungen des BTHG wurde in Teil A des Rahmenvertrages umgesetzt. Die neu zu strukturierenden Fachleistungen werden derzeit erarbeitet und sind dann in Teil B Bestandteil des Rahmenvertrages. Bereits verbindlich eingeführt ist das neue Bedarfsermittlungsinstrument ITP. Als Fazit wird festgehalten, dass die Umsetzung des BTHG für alle Akteure nach wie vor eine Mammutaufgabe ist.

Einen wertvollen Beitrag zur Barrierefreiheit im Internet haben Herr Schuster von der Durchsetzungsstelle für digitale Barrierefreiheit bei der Landesbeauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderungen sowie Herr Purps (LASV) von der Überwachungsstelle für barrierefreie Informationstechnik geboten. In ihrem gemeinsamen Vortrag stellten sie neben rechtlichen Grundlagen die Kategorien digitaler Barrieren vor und erklärten, welche digitalen Hilfsmittel Menschen mit Behinderungen unterstützen. Darüber hinaus informierten sie, dass bei Fragen die Durchsetzungsstelle Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger ist und die Überwachungsstelle für Behörden zuständig ist.

Ein weiteren Themenschwerpunkt setzte Herr Gericke, Geschäftsführer von Assistenz.de. Anliegen der Unternehmergesellschaft ist es, Menschen mit Behinderungen ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben durch persönliche Assistenz zu ermöglichen. Herr Gericke und sein Team beraten Interessierte kostenfrei und unabhängig von Trägern und Verbänden.

Anknüpfend daran referierte Herr Leistner (LASV) über die Kostenübernahme für eine notwendige Arbeitsassistenz durch das Integrationsamt. Diese wird als Leistung der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben gewährt. Arbeitsassistenz ermöglicht Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben, wenn sie aufgrund ihrer Schwerbehinderung Hilfestellung bei der Arbeitsausführung benötigen, ansonsten aber in der Lage sind, ihre arbeitsvertraglichen Pflichten zu erfüllen. Voraussetzung ist stets, dass es um arbeitsplatzbezogene Unterstützung geht und diese notwendig ist.

Abschließend berichtete Frau Klocek über Aktuelles aus dem LASV und bedankte sich bei allen Vertreterinnen und Vertretern für die Teilnahme an der Verbändeberatung.