27.05.2020

Inklusionsberater bei den Handwerkskammern

Die Kooperation des Integrationsamtes mit den Handwerkskammern (HWK) begann bereits im Jahr 2015 und hat sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt.

Gemeinsames Ziel der engen Kooperationen ist es, die Mitgliedsbetriebe der HWK über die Rahmenbedingungen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen vertiefend zu informieren, neue Perspektiven und Chancen zu erschließen und damit auch die Auswirkungen des Mangels an Fachkräften abzufedern. Spezielle Inklusionsberater bei den Kammern ermöglichen eine zugeschnittene Beratung bis hin zur Entwicklung eines Angebots, angepasst auf die Situation der schwerbehinderten Menschen im Ausbildungs- und Arbeitsleben. Hintergrund dafür sind die Initiative Inklusion des Bundes und die Ergebnisse der Brandenburger Studie zu „Rahmenbedingungen für den Übergang aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“. Gegenwärtig laufen nun auch mit der Industrie- und Handwerkskammer Cottbus Vorbereitungen und Absprachen, um eine solche Zusammenarbeit zu beginnen.

Konkret haben die Inklusionsberater folgende Aufgaben:

  • die Information und Beratung der Mitgliedsbetriebe der HWK über die Förderung der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in den Betrieben, u. A. auch in Inklusionsunternehmen,
  • die Akquise von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen, insbesondere in Betrieben, die bisher noch keine schwerbehinderten Menschen ausbilden bzw. beschäftigen,
  • die Unterstützung der Mitgliedsbetriebe der HWK bei der Beantragung von Förderleistungen zur Eingliederung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und
  • die Unterstützung der Integrationsfachdienste bei der Durchführung des vertieften beruflichen Orientierungsverfahrens (Vorstellen von Berufsfeldern, Akquise von betrieblichen Praktikumsplätzen u.a.).

Die Inklusionsberater agieren dabei an einer entscheidenden Schnittstelle der Teilhabe am Arbeitsleben zwischen der Agentur für Arbeit, dem Integrationsamt, dem Integrationsfachdienst und Bildungs- und Rehabilitationseinrichtungen. Sie unterstützen dabei auch das gemeinsame Handeln der Netzwerkpartner.

Die Arbeitgeber suchen nach anfänglicher Zurückhaltung und auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels verstärkt den Kontakt zu den Inklusionsberatern der Kammern. Die Inklusionsberater haben sich dabei als Ansprechpartner für die Berufsausbildung, Fördermöglichkeiten, das Prüfungswesen oder bei der Lehrlingsunterweisung etabliert.

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Datum
27.05.2020
Rubrik
Allgemeines
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27.05.2020
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