31.03.2021

Pflege vor Ort: Pflegebedürftige entlasten und ambulante Pflege stabilisieren

PM-Pakt-der-Pflege © Adobe - pikselstock
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Mit dem Förderprogramm „Pflege vor Ort“, welche eine von vier Säulen des verabschiedeten „Pakt für Pflege“ ist, sollen zukünftig Pflegebedürftige und ihre Angehörigen insbesondere im ländlichen Raum entlastet, die ambulante Pflege stabilisiert, ortsnahe Angebote für ein selbstbestimmtes Leben gestaltet und die Teilhabe an der Gesellschaft nachhaltig gestärkt werden.

Zur Förderung dieser und weiterer Maßnahmen stehen den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie den Ämtern und amtsfreien Städten und Gemeinden jährliche Fördermittel von insgesamt 11,7 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können beim Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) gestellt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: https://lasv.brandenburg.de/pakt-fuer-pflege.

Ziel des Förderprogramms „Pflege vor Ort“ ist es, die Bewältigung der Pflegebedürftigkeit im eigenen Haushalt, wo derzeit rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen im Land Brandenburg bevorzugt versorgt werden, zu ermöglichen und zeitgleich den Eintritt der Pflegebedürftigkeit zu verzögern bzw. zu minimieren.

Zum Hintergrund:

Der Pakt für Pflege ist die Fortführung der Pflegeoffensive des Landes Brandenburg und besteht aus den vier Säulen: 1) Pflege vor Ort stärken (Förderprogramm für Kommunen), 2) Ausbau der Pflegeberatung (insbesondere der Pflegestützpunkte), 3) Ausbau der pflegerischen Versorgungsstruktur (Investitionsprogramm Kurzzeit- und Tagespflege) und 4) Fachkräftesicherung (attraktive Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen in der Pflege).

Ziel aller Maßnahmen ist es, älteren und pflegedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen, lokale Akteure bei der Gestaltung altersgerechter Sozialräume zu unterstützen, pflegende Angehörige zu entlasten sowie die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in der Pflege zu verbessern und Pflegefachkräfte qualifikationsgerechter einzusetzen.

Die Pflegeoffensive wurde im Herbst 2015 basierend auf den Ergebnissen der Brandenburger Fachkräftestudie Pflege gestartet, die u.a. einen steigenden Pflegefachkräftebedarf verdeutlichte. Im Ergebnis der Pflegeoffensive wurde die „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier“ ins Leben gerufen, das Kompetenzzentrum Demenz gegründet sowie ein Handbuch für alle Pflegeeinrichtungen im Land Brandenburg erarbeitet, in dem beispielhaft dargelegt wird, welche Anforderungen an Pflegefachkräfte bestehen, wie Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden oder wie Angehörigen- und Freiwilligenarbeit in die Prozesse eingebunden werden können.

Datum
31.03.2021
Rubrik
Allgemeines
Datum
31.03.2021
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