ITP Brandenburg

ITP Brandenburg

Das neue Bedarfsermittlungsinstrument der Eingliederungshilfe in Brandenburg - Der Integrierte Teilhabeplan

Das neue Bedarfsermittlungsinstrument der Eingliederungshilfe in Brandenburg - Der Integrierte Teilhabeplan

  • Einführung ITP Brandenburg

    Um den neuen gesetzlichen Vorgaben für die Gestaltung der Bedarfsermittlung im Rahmen des Gesamtplanverfahrens nach § 117 SGB IX sowie des Teilhabeplanverfahrens nach §§ 19 ff. SGB IX gerecht zu werden, hat sich das Land auf ein einheitliches Bedarfsermittlungsinstrument verständigt, welches die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 118 SGB IX erfüllt: der Integrierte Teilhabeplan (ITP).

    Der ITP wurde in einer Projektgruppe zur Bedarfsermittlung der Brandenburger Kommission (BK) nach § 8 AG-SGB XII zusammen mit dem Institut für Personenzentrierte Hilfen GmbH, an der Hochschule Fulda (Frau Prof. Dr. Petra Gromann), auf die Anforderungen in Brandenburg angepasst. Der ITP Brandenburg wird als neues Instrument der Bedarfsermittlung für Leistungen der Eingliederungshilfe nach § 102 SGB IX seit 01.01.2019 schrittweise eingeführt.

    Die regelhafte landesweite Einführung des Instrumentes für alle leistungsberechtigten Personen der Eingliederungshilfe (ausgeschlossen Leistungen der Frühförderung und Früherkennung) erfolgt zum 1. Januar 2020. Für die rechtsverbindliche Einführung des Instrumentes in allen Anwendungsbereichen ab dem 1. Januar 2020 nach § 118 SGB IX wird das Land von der Ermächtigungsgrundlage nach § 118 Abs. 2 SGB IX Gebrauch machen und eine Rechtsverordnung erlassen.

    Um den neuen gesetzlichen Vorgaben für die Gestaltung der Bedarfsermittlung im Rahmen des Gesamtplanverfahrens nach § 117 SGB IX sowie des Teilhabeplanverfahrens nach §§ 19 ff. SGB IX gerecht zu werden, hat sich das Land auf ein einheitliches Bedarfsermittlungsinstrument verständigt, welches die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 118 SGB IX erfüllt: der Integrierte Teilhabeplan (ITP).

    Der ITP wurde in einer Projektgruppe zur Bedarfsermittlung der Brandenburger Kommission (BK) nach § 8 AG-SGB XII zusammen mit dem Institut für Personenzentrierte Hilfen GmbH, an der Hochschule Fulda (Frau Prof. Dr. Petra Gromann), auf die Anforderungen in Brandenburg angepasst. Der ITP Brandenburg wird als neues Instrument der Bedarfsermittlung für Leistungen der Eingliederungshilfe nach § 102 SGB IX seit 01.01.2019 schrittweise eingeführt.

    Die regelhafte landesweite Einführung des Instrumentes für alle leistungsberechtigten Personen der Eingliederungshilfe (ausgeschlossen Leistungen der Frühförderung und Früherkennung) erfolgt zum 1. Januar 2020. Für die rechtsverbindliche Einführung des Instrumentes in allen Anwendungsbereichen ab dem 1. Januar 2020 nach § 118 SGB IX wird das Land von der Ermächtigungsgrundlage nach § 118 Abs. 2 SGB IX Gebrauch machen und eine Rechtsverordnung erlassen.

  • Integrierter Teilhabeplan - Was heißt das?

    Der ITP ist:

    • ein Instrument zur gemeinsamen Einschätzung der Situation, dass im Gespräch mit den betroffenen Menschen (bzw. mit Vertrauensperson und/oder gesetzlichen Vertreter) und ggf. weiteren Unterstützungskreis angewendet wird,
    • ist Dokumentationsgrundlage für einen Abstimmungsprozess
    • kein Gesamtplan und kein Kostenbescheid sondern nur die Grundlage dafür
    • erzwingt die Kommunikation aller Beteiligten - prozesshafte Gestaltung
    • integriert heißt: alle sind beteiligt und alles was für die Person wichtig ist, wird im Plan berücksichtigt - wirkungs- und nicht ergebnisorientiert

    Übereistimmend mit dem SGB IX dokumentiert der ITP die Einschätzung von Beeinträchtigungen, Ressourcen und Umfeldbezüge auf ICF-Basis, legt die Planung eines ggf. arbeitsteiligen Vorgehens fest und schätzt den Aufwand ein.

    Der ITP erfüllt die Voraussetzungen des BTHG:

    • Personenzentrierung
    • funktionsbezogene und individuelle Bedarfsermittlung
    • Unabhängigkeit von Leistungs- und Vergütungsformen (Wegfall von Unterscheidung ambulant-stationär)
    • Beteiligung des Menschen mit Behinderung
    • Zielorientierung
    • Teilhabebezug und ICF-Orientierung
    • Berücksichtigung von Selbsthilfe und Sozialraum

    Der ITP ist:

    • ein Instrument zur gemeinsamen Einschätzung der Situation, dass im Gespräch mit den betroffenen Menschen (bzw. mit Vertrauensperson und/oder gesetzlichen Vertreter) und ggf. weiteren Unterstützungskreis angewendet wird,
    • ist Dokumentationsgrundlage für einen Abstimmungsprozess
    • kein Gesamtplan und kein Kostenbescheid sondern nur die Grundlage dafür
    • erzwingt die Kommunikation aller Beteiligten - prozesshafte Gestaltung
    • integriert heißt: alle sind beteiligt und alles was für die Person wichtig ist, wird im Plan berücksichtigt - wirkungs- und nicht ergebnisorientiert

    Übereistimmend mit dem SGB IX dokumentiert der ITP die Einschätzung von Beeinträchtigungen, Ressourcen und Umfeldbezüge auf ICF-Basis, legt die Planung eines ggf. arbeitsteiligen Vorgehens fest und schätzt den Aufwand ein.

    Der ITP erfüllt die Voraussetzungen des BTHG:

    • Personenzentrierung
    • funktionsbezogene und individuelle Bedarfsermittlung
    • Unabhängigkeit von Leistungs- und Vergütungsformen (Wegfall von Unterscheidung ambulant-stationär)
    • Beteiligung des Menschen mit Behinderung
    • Zielorientierung
    • Teilhabebezug und ICF-Orientierung
    • Berücksichtigung von Selbsthilfe und Sozialraum

  • Kernprozess des ITP

    • ausgehend von den Wünschen/Zielen der Person und ihrer aktuellen Lebenssituation werden Teilhabeziele mit entsprechenden Indikatoren abgestimmt
    • Planung des Vorgehens unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Beeinträchtigungen, Berücksichtigung der Hilfen im Umfeld und Abstimmung der Art der Leistungen
    • Bündelung und Vereinbarung des Vorgehens in konkrete abgestimmte Maßnahmen, Festlegung des Leistungserbringers, des zeitlichen Umfangs und Höhe des Aufwandes
    • ausgehend von den Wünschen/Zielen der Person und ihrer aktuellen Lebenssituation werden Teilhabeziele mit entsprechenden Indikatoren abgestimmt
    • Planung des Vorgehens unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Beeinträchtigungen, Berücksichtigung der Hilfen im Umfeld und Abstimmung der Art der Leistungen
    • Bündelung und Vereinbarung des Vorgehens in konkrete abgestimmte Maßnahmen, Festlegung des Leistungserbringers, des zeitlichen Umfangs und Höhe des Aufwandes

Ansprechpartner:
Madeleine Strecker +49 355 2893 393 +49 331 27548 4538
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