Initiative Inklusion | Handlungsfeld Berufsorientierung

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Das Modellprojekt Übergang Schule – Beruf wurde von 2008 bis 2010 schrittweise an allen Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ des Landes Brandenburg eingeführt. Die Integrationsfachdienste unterstützen die Schülerinnen und Schüler ab dem vierten Jahr vor Schulbeendigung auf dem Weg in das Berufsleben. So z.B. über betriebliche Praktika, um Möglichkeiten zur Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Durch weitere individuelle Beratung, Unterstützung und Förderung werden erste Voraussetzungen zur Aufnahme einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen. Dieses Modell wird durch das Integrationsamt aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördert. Im Rahmen der Bundesinitiative Inklusion, die aus Mitteln des Ausgleichfonds finanziert wird, konnte die Zielgruppe des Modellprojekts ab dem Schuljahr 2011/2012 erweitert werden. Nunmehr werden auch Schülerinnen und Schüler mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „körperlich-motorische Entwicklung“, „Hören“ und „Sehen“ sowohl an Schulen mit sonderpädagogischen Förderbedarf als auch an Regelschulen beim Übergang in das Berufsleben unterstützt. Ziel ist die Vermittlung dieser Jugendlichen in eine betriebliche Ausbildung. Überwiegend in den letzten zwei Schulbesuchsjahren bieten die Integrationsfachdienste gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit für alle Schülerinnen und Schüler ein vertieftes Berufsorientierungsverfahren an. Neben Beratungen der Eltern und Jugendlichen sowie Kompetenzfeststellungen und -erweiterungen stehen die Organisation, Begleitung und Auswertung betrieblicher Praktika im Mittelpunkt des Modellprojektes.

Zur Umsetzung der vertieften Berufsorientierung im Rahmen der Initiative Inklusion und des Modellprojekts wurde zwischen dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie sowie der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit schon zum 30. November 2011 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Denn: Ein gemeinsam erarbeitetes Konzept ist für die Umsetzung der Maßnahmen zur Berufsorientierung an den Schulen eine gute Basis, um nachhaltige Strukturen zur Unterstützung schwerbehinderter Jugendlichen beim Übergang in das Berufsleben aufbauen zu können.