Das Jahr 2001 in ausgewählten Zahlen, Daten und Fakten

- Erschienen am 17.06.2026
Chronik LASV © KI-generiert | kortix.com

Im Jahr 2001 bestanden das LASV und die Ämter seit 10 Jahren. Bereits der Aufbau der Behörde war verbunden mit Umstrukturierungen. Das Haus war einem stetigen Wandel unterzogen. Veränderungen - meist aus eigener Kraft initiiert - waren der ständige Begleiter. Für diese Leistung, für das damit verbundene Engagement galt der Dank und die Anerkennung allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses, den Personalräten, den Behindertenbeauftragten, den Gleichstellungsbeauftragten. Dies alles kostete viel Kraft und schlug sich in vermehrten Belastungen, gesundheitlichen Auswirkungen und Unsicherheiten über die weitere Zukunft nieder. In den zurückliegenden 10 Jahren zeigten wir, dass wir in schwierigen Umbruchsituationen den Willen und die Fähigkeit zur Gestaltung moderner Verwaltungsstrukturen besitzen.

  • Mit Inkrafttreten des SGB IX zum 01. Juli 2001 wurde der Bereich der Hauptfürsorgestelle, der die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts wahrnimmt, in Integrationsamt umbenannt. Das Integrationsamt erhielt mit dem Wirksamwerden und Eingliedern des novellierten Schwerbehindertengesetzes als Schwerbehindertenrecht in ein neues neuntes Sozialgesetzbuch neue Möglichkeiten und Förderinstrumentarien, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Zusammenarbeit mit den klassischen Reha-Trägern besser durchzusetzen. Die Bekanntmachung und Verbreitung des SGB IX und der sich daraus ableitenden neuen gesetzlichen Möglichkeiten erfolgte in zahlreichen Schulungs- und Informationsveranstaltungen für mehr als 1.400 Schwerbehindertenvertrauenspersonen, Betriebs- und Personalräte, Vertreter von Arbeitgebern und deren Beauftragte. Entsprechende Informationen wurden veröffentlicht.

Integrationsamt-Beutel

Quelle: @Integrationsamt, LASV

  • Arbeitgeber, die die vom Gesetz vorgegebene Anzahl schwerbehinderter Menschen nicht beschäftigen, haben für jeden nicht besetzten Arbeitsplatz monatlich eine Ausgleichsabgabe zu entrichten. Im Land Brandenburg zahlten rund 4.700 private und öffentliche Arbeitgeber annähernd 27 Mio. DM als Ausgleichsabgabe. Das waren 2,5 Mio. DM weniger als im vorangegangenen Jahr.
  • Das jährliche Antragsvolumen im Schwerbehindertenfeststellungsverfahren stieg auf 51.853 Erst- und Änderungsanträge an. Dabei war insbesondere in den zurückliegenden 3 Jahren der Trend zu steigenden Antragszahlen deutlich geworden (von 1999 bis 2001 ein Antragsaufwuchs von rd. 17 %).
  • Für Projekte im Rahmen der Förderung von Gleichstellung, Frauen und Familie konnten ca. 12,7 Mio. DM an Fördermitteln bewilligt werden. Darin enthalten waren ca. 6,6 Mio. DM zur anteiligen Finanzierung von Personal- und Sachkosten für Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen. Weitere Mittel waren zur Finanzierung der Frauenhäuser verwendet worden.
  • In der Landesklinik in Brandenburg an der Havel wurde im Dezember im Rahmen der notwendigen Erweiterung der Platzkapazitäten im Maßregelvollzug ein Neubau mit insgesamt 104 Unterbringungsplätzen in Betrieb genommen, der in baulicher und technischer Hinsicht den modernsten Anforderungen entsprach. Das Land Brandenburg investierte einschließlich der Ausstattung 34,7 Mio. DM.
  • Ein weiterer Neubau mit einer Kapazität von 124 Plätzen war für die Landesklinik in Eberswalde geplant. Dafür waren einschließlich der Ausstattung 51,2 Mio. DM vorgesehen. Die Inbetriebnahme war für 2003/2004 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt sollte der Betrieb der Außenstelle in Neuruppin eingestellt werden.

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Datum
17.06.2026